Die Amokjagd

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Do 07 Jan 2016, 12:33

Anne

Eine womöglich sehr unruhige Nacht stand bevor. Das ahnte ich schon. Der darauffolgende Tag würde furchtbar werden; man ist müde, nicht richtig aufnahmefähig, aber vor allem ist man von der Angst geplagt, dass man uns ertappt hatte. Ich wollte einschlafen und am liebsten nicht mehr aufwachen. Nur schlafen und heil durch die Nacht kommen.


Leonard

Die Navigation meines Smartphones führte mich zielgerichtet in den nördlichen Teil von Burlington. Laut Zeitangabe meiner Ankunft, fuhr ich noch etwa eine dreiviertel Stunde. Genau dann wäre ich in der Plattsburg Ave und stünde meinen Vorbildern gegenüber. Mir ging durch den Kopf, wie ich mich vorstellen würde, wie ich ihnen mein Anliegen erklären wollte, wie ich sie davon überzeugen konnte, mit mir zu gehen.
*Sie sind Mörder. Das werden sie sich bestimmt nicht entgehen lassen.* Ich war davon überzeugt.
Die Zeit verflog wie im Flug und mit jeder verstrichenen Minute wurde ich nervöser, gespannter [...]

Etwa eine dreiviertel Stunde später...
[...] Groß stand das Haus vor mir. Die Straße war leer und die Nacht still. Die Luft war also rein. Ich betrat das Grundstück und sah mich darum um. Die Lichter waren aus, was hieß, dass sie entweder nicht da waren oder sie schon schliefen. Die Adresse war jedenfalls richtig gewesen. Ich schlich weiter, um einen Eingang zu finden.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Do 07 Jan 2016, 18:39

Zachary
Schlagartig wachte ich endlich auf und konnte dem Traum entfliehen. Meine Frau schlief zum Glück seelenruhig weiter. Ich ging nach draußen und hinunter in die Küche, dort machte ich mir erst einmal ein Glas Wasser. Ich wusste, wenn ich wieder schlafen würde, dann kämen diese Träume zurück. Erst einmal musste ich mich ablenken.

Selina G

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Do 07 Jan 2016, 23:00

Leonard

Nur ein paar Meter von mir entfernt sah ich durch ein Fenster im Erdgeschoss Licht scheinen. Nun war mir klar, sie waren zuhause. Aber wach, was mich ein wenig ins Schleudern brachte. Wie sollte ich nun handeln? Immer mehr Lichter gingen an; man ging durch das Haus von Raum zu Raum. Irgendwann sah ich einen Schatten durch eines der vor mir liegenden Fenster. Ich blieb wachsam und auf der Hut, denn noch hatte ich nicht vor gehabt gesehen zu werden.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Fr 08 Jan 2016, 06:20

Zachary
Ich seufzte und sah nach draußen in die Nacht. Viel konnte ich aber nicht sehen, denn es war stockdunkel draußen und die Fenster spiegelten. Ob Anne auch schlecht träumte? Ich räumte das Glas in den Geschirrspüler und ging wieder nach oben ins Bett. Ich musste ja nicht zwingend schlafen, aber es würde Anne sucher erschrecken wenn sie nach einem Alptraum aufwachte und ich war nicht da.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Fr 08 Jan 2016, 07:13

Leonard

Der Schatten verschwand vom Fenster und kurz darauf gingen die Lichter, ein Raum nach den anderen, aus. Ich hielt noch kurz inne nachdem es wieder finster geworden war, ehe ich mich rührte und weiter nach einem Eingang suchte. Schleichend ging ich um das Haus. Typisch amerikanisch, hatte auch dieses Haus - zum Glück - einen Durchgang hinter dem Haus, der zum Garten raus führte. Eine normale Tür und davor nochmal eine instabilere mit Fliegengitter bespannt. Dort käme ich rein, wenn es kein Sicherheitsschloss war.


Anne

Unruhig wechselte ich immer wieder auf das Neue meine Liegeposition. Die Augen hielt ich geschlossen in der Hoffnung, dass ich wieder schnell einschlafen würde. Mir war unwohl gewesen und ich hatte ein flaues Gefühl in der Magengegend. Als müsste ich mich jeden Moment übergeben. Zachary war nicht mehr im Bett gewesen als ich aufgewacht war. Doch ich hatte das Licht im Flur gesehen und wusste, dass er irgendwo im Haus sein musste.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Fr 08 Jan 2016, 11:38

Zachary
"Geht es dir nicht gut?" Fragte ich nachdem ich meiner Frau eine Weile lang zugesehen hatte. "Du bist so unruhig. Hast du auch schlecht geträumt?" Ich legte ihr meine Hand auf die Schulter.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Fr 08 Jan 2016, 14:32

Anne

Ich wägte vorerst mit dem Kopf die Antwort ab, bevor ich ihm antworten konnte: "Nicht unbedingt schlecht geträumt - nein, das nicht. Ich habe nur so ein Unwohlsein, das mir keine Ruhe gibt. Ein ganz merkwürdiges Gefühl. Ich kann es nicht richtig beschreiben." Seine Hand fühlte sich auf meiner Schulter warm an, was mir einen Hauch von Besserung gab, doch unwohl war mir immer noch gewesen.


Leonard

Die Tür, die mit dem Fliegengitter bespannt war, war nicht abgeschlossen gewesen, sondern nur in das Schloss gezogen worden. Mit der Betätigung der Türklinke war sie aufgegangen. Doch die richtige Tür wiederum war abgeschlossen gewesen. Das wäre auch zu einfach und, wohl bemerkt, auch fahrlässig von den beiden gewesen. Ich brauchte etwas, um das Schloss zu knacken. Aber was? Da war es einfacher, ein Fenster mit einem Stein einzuschlagen. Oder ich klingelte? ...

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am So 10 Jan 2016, 08:09

Zachary
Ich seufzte und strich weiter über ihre Schulter. "Versuch einfach zu schlafen." Flüsterte ich und drehte mich dann auf die Seite. Ich schloss wieder die Augen.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Mi 13 Jan 2016, 07:18

Anne

"Du aber auch", gab ich flüsternd zurück und machte es mir neben ihm wieder bequem. Ich schloß die Augen und versuchte mich fallen zu lassen.


Leonard

Ich war um das Haus geschlichen und zurück zum Auto gehastet. Ganz unvorbereitet und ungeschützt konnte ich da nicht so einfach rein spazieren. Ich wollte nicht mein Leben riskieren und schon gar nicht, dass man die Polizei rief. Mit dem richtigen Druckmittel könnte ich dem absehen. Zuerst öffnete ich die Beifahrertür und prüfte diese Seite auf eine Schusswaffe. Ich fand nichts. Einmal quer rüber gegriffen suchte ich auf der Fahrerseite nach einer. Nichts. Ich kletterte wieder raus und ging an den Kofferraum. Tatsächlich befand sich dort, wo auch der Erste Hilfe Kasten war, ein geladener Revolver. Fünf Schuss waren in der Waffe und noch mehr Munition fand ich in einem Kästchen neben der Waffe. Ich nahm beides mit und eilte darauf zur Haustür meiner Zielpersonen. Ich klingelte, entsicherte den Revolver und wartete.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Mi 13 Jan 2016, 11:16

Zachary
Seufzend stand ich wieder auf und sah auf die Uhr. "Wer klingelt denn noch um diese Zeit." Murrte ich und zog mir ein T-shirt über. Außerdem schlüpfte ich noch in eine Jogginghose. Gemächlich ging ich zur Tür und öffnete. Vor mir stand ein junger Kerl den ich noch nie in meinem Leben gesehen hatte, als ich meinen Blick weiter hinunterwandern ließ entdeckte ich den Revolver. Ich ging einen Schritt zurück und knallte die Tür zum.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Mi 13 Jan 2016, 11:23

Leonard

Das war ein Schuss in den Ofen gewesen. Meine Reaktion war zu langsam gewesen, um etwas ausrichten zu können. Doch ich blieb ruhig und gelassen. "Empfängt man so jemanden, der an der Haustür steht", fragte ich und wog den Revolver in der Hand ab. "Keine Sorge, ich bin nicht von Scientology oder einer anderen Sekte, die Sie mit irgendwelchen verschobenen Bilder belästigen möchte." Ich lächelte. "Ich kenne Sie. Sehr gut sogar."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Mi 13 Jan 2016, 16:47

Zachary
Ich öffnete die Tür wieder einen Spalt breit. Sie haben eine Waffe in der Hand mit der sie auf mich zielen und dann sagen Sie ich soll mir keine Sorgen machen.? Was wollen sie denn."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Do 14 Jan 2016, 13:01

Leonard

Ich nickte verständnisvoll. "Wenn das das einzige Problem ist, stecke ich die Waffe weg." Ich sicherte den Revolver und machte ihn an meinem Gürtel fest. "Was ich will? Gute Frage und auch die richtige. Ich möchte, dass Sie und Ihre Frau mich auf eine Reise begleiten. Aber bitte, lassen Sie mich das doch im Haus erklären."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Do 14 Jan 2016, 19:09

Zachary
Misstrauisch musterte ich den Mann, trat aber dann zur Seite und ließ ihn herein. "Nun gut, ich denke nicht, dass sie uns hier erschießen würden. Der Hall wäre viel zu laut. Sie würden die Nachbarn wecken." Ich führte ihn ins Wohnzimmer. "Soll ich meine Frau wecken?"

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Fr 15 Jan 2016, 08:56

Leonard

"Danke", sagte ich und trat in das Haus und folgte ihm in das Wohnzimmer. Dieses Haus war von innen noch viel größer als es von außen aussah. "Ich habe auch eigentlich nicht vor Sie oder Ihre Frau zu erschießen. Schließlich möchte ich Sie beide als meine Begleitung für ein, nun ja, kleines Projekt haben." Ich sah mich im Wohnzimmer um. Das Mobiliar bestand aus einer Kombination von alt und neu. "Ja, bitte. Es betrifft Sie beide. Ich warte hier."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Fr 15 Jan 2016, 22:08

Zachary
Ich nickte und ließ ihm im Wohnzimmer allein, dann eilte ich die Treppen nach oben und zum Schlafzimmer. Sanft rüttelte ich an Annes Schulter. "Liebling wach auf. Da ist ein junger Mann mit Waffe in unserem Wohnzimmer, er möchte mit uns sprechen. Anne!"

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Sa 16 Jan 2016, 04:47

Anne

Mir kam es vor, als wäre ich noch im Traum, als man mich weckte. "Was", fragte ich schlaftrunken und richtete mich im Bett auf. Was mir Zachary sagte oder versuchte zu erklären, mochte ich nicht ganz recht verstehen. "Was will dieser Mann? Und warum hast du ihn überhaupt rein gelassen?!" Es war keine Zeit für Erklärungen, wie mir mein Mann deutlich machte, indem er mich drängte aus dem Bett zu kommen und ihm zu folgen. Ich tat dem gleich und wir beide gingen zum Wohnzimmer, wo zu unserem Erschrecken das wahre Grauen erst begann.


Leonard

Ich lächelte beide an, als sie mir nun endlich gemeinsam gegenüber standen. Meine Lippen formten den nächsten Satz deutlich: "Ich weiß, was ihr beide getan habt."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Sa 16 Jan 2016, 06:50

Zachary
Ich schluckte hart und ging erschrocken einige Schritte zurück. Die Szene spielte sich noch einmal in meinem Kopf ab, alles war noch viel zu real. Wir hatten doch aufgepasst. Wir hatten alle Spuren beseitigt, einen Ort ausgewählt, an dem nie Leute vorbeikamen. Aber vielleicht meinte er ja nicht den Mord, also spielte ich den Dummen. "Was meinen sie damit?" Ich nahm Annes Hand und drückte sie leicht, jetzt bloß nicht durchdrehen.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Sa 16 Jan 2016, 10:58

Leonard
Ich schnalzte mit der Zunge, blieb aber noch völlig gelassen und höflich. "Was ich meine", wiederholte ich seine Worte, "ist folgendes. Sie beide scheinen ja wirklich nette und ordentliche Menschen zu sein. Machen Ihr Ding und Leben in den Tag hinein. Wie fast jeder Mensch auf diesem Planeten. Sie sehen also wie ganz gewöhnliche Leute, wie ein ganz gewöhnliches Ehepaar aus, dass so Schritt für Schritt ein eigenes Leben, wenn nicht sogar eine eigene Familie aufbaut. Sie folgen?" Ich setzte eine kurze Pause ein, wartete aber nicht auf eine Antwort. Ich begann mich im Raum zu bewegen. "Sie kennen doch bestimmt die Redewendung: Stille Wasser sind tief... und dreckig. Jeder hütet ein Geheimnis, egal wie dunkel es sein mag. Aber was ist, wenn es jemand herausgefunden hat?" Ich wandte mich wieder an die beiden.


Anne
Seine Worte machten mich unruhig. Ich fühlte mich ertappt, aber noch mehr in meiner Privatsphäre verletzt und deshalb unsicher, ausgeliefert. Da half auch kein Trost von Zachary. Mir war übel. "Sagen Sie schon, was sie von uns wollen und reden Sie nicht vom Pferd", brach es aus mir heraus. Schnell legte ich eine Hand auf meinen Mund, um weiteres zu verhindern. Doch der junge Mann blieb relativ gelassen.


Leonard
"Ihr Geheimnis ist auch mein Geheimnis. Ich werde niemanden davon erzählen, dass Sie beide vor gerade mal ein paar Stunden einen Mann umgebracht haben. Zur Tarnung haben Sie ihn in den Fluss geworfen, damit es wie ein Unfall aussieht." Ich grinste breit. "Respekt. Ich ziehe vor Ihnen meinen Hut." Dazu machte ich eine Geste, die vorheriges andeutete. "Was ich von Ihnen nun möchte, braucht Ihr volles Dasein. Ihre Unterstützung."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Sa 16 Jan 2016, 11:36

Zachary
Es schockierte mich, dass wir doch unaufmerksam waren und diesen jungen Mann übersehen hatten. Doch seine Forderung verwirrte mich. Er wollte uns also nicht anzeigen, aber was wollte er dann von uns? "Was für eine Art von Unterstützung meinen Sie?" Ich merkte, dass ich vor Nervosität angefangen hatte zu schwitzen.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Sa 16 Jan 2016, 13:46

Leonard
"Sie zeigen Interesse. Das ist schon einmal gut und umgeht auch, dass ich grob werden muss." Ich ging wieder etwas im Raum rum. "Ich erkläre es Schritt für Schritt, damit Sie es verstehen und mir folgen können. Ich möchte, dass Sie beide mich auf eine kleine Reise oder auch Tour begleiten. Als meinen Beistand. Sie werden nichts tun müssen, außer mich zu begleiten; es sei denn, Sie möchten selbst einmal Hand anlegen. Das steht Ihnen zur Wahl." Ich griff mir in die hintere Hosentasche und zog einen schwarzen Notizblock mit Stift vor und hob ihn in die Luft. "Wissen Sie was das ist? Natürlich nicht. Pardon." Ich blätterte kurz durch die Seiten. "Das hier ist meine Liste mit Namen von Leuten, die Fehler begangen haben. Mal mehr oder weniger schwer; das ist egal." Ich sah beiden in die Augen. "Diese Leute müssen sterben."

Anne
Es raubte mir fast den Atem. "Sterben", stammelte ich kraftlos. Meine Beine wurden weich und ich hatte das Gefühl gleichfallen zu müssen, weshalb ich die Hand von Zachary drückte. "Warum müssen wir Sie begleiten? Warum wir?" Mir wurde heiß und kalt zugleich. Ein furchtbar unangenehmes Gefühl legte sich auf meine Schultern. Es war Angst.

Leonard
"Na, weil Sie beide Mörder sind. Ich bewundere Ihre Tat", gab ich freudig kund. "Sie sind meine Vorbilder, Sie beide."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am Sa 16 Jan 2016, 22:27

Zachary
Auch mir stockte der Atem. Das war doch alles vollkommen surreal. "Das war eine einmalige Sache, mehr Unfall als geplant und überhaupt... Dieser Mann hat meine Frau gestalkt, es war Notwehr, wer weiß was dieser Mann sonst noch getan hätte. Wir können Sie nicht begleiten. Wir haben einen Job und ein Leben. Töten ist absolut nicht unsere Welt." Wir mussten die Polizei rufen, dieser Mann war psychisch gestört.

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am So 17 Jan 2016, 10:21

Leonard
"Notwehr?" Ich lachte hell auf. "Ich bitte Sie, wo war diese Tat denn bitte Notwehr? Sie haben diesen Mann kaltblütig - und es ist egal, wer von Ihnen nur Mittäter war -, ermordet. Aber ich möchte Ihnen in dieser Hinsicht keine Vorwürfe machen, denn viele Leute wissen Notwehr von Mord nicht zu unterscheiden. Es war nicht einmal ein Unfall, so wie Sie den Kerl hingerichtet haben... Aber genug." Ich sah sie durchdringend an. "Wie war das? Wie hat es sich angefühlt, die berstenden Knochen des Opfers unter den eigenen Händen zu spüren, zu wissen, dass man das richtige tut, auch wenn es rechtswidrig ist. Wie fühlt sich Morden an?"

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Selina G am So 17 Jan 2016, 20:48

Zachary
"Schrecklich! Ich wollte das nicht tun." Langsam wurde ich wütend. Ich deutete zur Tür. "Jetzt gehen sie bitte und lassen Sie sich nie wieder hier blicken. Ich rufe sonst die Polizei. Sie... Sie sind doch krank."

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Re: Die Amokjagd

Beitrag  Onee-chan am Mo 18 Jan 2016, 10:01

Leonard
Kopfschüttelnd seufzte ich. Womöglich waren die beiden doch nicht die Mörder, für die ich sie gehalten hatte. Scheinbar waren es nur zwei Trottel, die aus Verzweiflung gehandelt hatten und "aus Versehen" mal jemanden umgebracht hatten. Zumindest kam es mir so vor. Oder aber ich täuschte mich und die zwei waren doch die absoluten Killer, nur wussten sie selbst nicht davon, weil sie wie in einer Starre steckten? Das galt es auf die Probe zu stellen. "Schade", seufzte ich, "eigentlich wollte ich davon absehen, aber Sie lassen mir keine andere Wahl." Ich zog den Revolver aus dem Gürtel und entsicherte diesen im selben Zuge. Die Waffe richtete ich auf sie. "Sie kommen mit mir, ob sie wollen oder nicht. Ich habe mit Ihnen großes vor."

Anne
"Aber wir müssen... doch nicht gleich... übertreiben", stotterte ich, hilflos an den Arm meines Mannes geklammert. "das geht doch auch anders, oder?" Ich behielt die Waffe im Auge und sah dieser, mehr ungewollt, mitten in den Lauf. Dort käme also die Kugel rausgeschossen,
*um uns zu ermorden*. Der Gedanke daran war furchtbar. "Bitte, Zachary", jammerte ich und drückte seinen Arm, "ich will noch nicht sterben", gab ich flüsternd hinterher.

Onee-chan

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